Großes Interesse fand die öffentliche Veranstaltung zum Thema "Umweltschonender Ausbau des Stromnetzes im Zuge der Energiewende"  in Ottbergen, zu der das Landvolk Hildesheim gestern, am 03. Dezember, eingeladen hatte. Bei der Veranstaltung ging es um die Vorstellung eines bodensparenden und damit umweltverträglichen Verlegeverfahren von Erdkabeln.

                                                       

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Landvolk Kreisverbandes Wolfgang Rühmkorf referiert Werner Spiegel, Geschäftsführer der AGS Verfahrenstechnik, über die Möglichkeiten eines röhrenbasierten Verlegeverfahrens (einer Erdkabelverlegung im U-Boot Verfahren) in Schmaltrassenform. Dieses Verfahren, das TÜV-zertifiziert ist, bietet nach Darstellung des Referenten erhebliche Vorteile in Hinsicht auf die Umweltverträglichkeit und den Flächenverbrauch zu dem bisher für die Verlegung favorisierten Verfahren.

Bernd Westphal, MdB und SPD-Obmann des Ausschusses für Wirtschaft und Energie aus dem Wahlkreis Hildesheim, signalisierte den von der Erdverkabelung betroffenen Landwirten und Bürgern seine Unterstützung. In seinem kurzen Referat betont er, dass die Erdverkabelung nach der Methode der Firma AGS durchaus eine Option sein kann, die geprüft werden muss.

                                                                                

Anne Fuhrberg, als betroffene Landwirtin und Mitglied des "Arbeitskreis umweltschonende Erdverkabelung im Hildesheimer Land", stellte abschließend die Forderungen des Arbeitskreis bezüglich der Verkabelung an die Politik vor. Sie betonte,  dass die Verlegung in offener Grabenbauweise einen erheblichen Eingriff in die seit Jahrtausenden gewachsene Bodenstruktur mit sich bringen würde. Diese Strukturen sind dann für alle Zeiten irreversibel zerstört.